"Komm doch wieder einmal mit, wenn wir am Samstag fahren." Dieser Satz kommt mir neulich entgegen. Wir Rennradfahrer aus Grafing und Umgebung, die meisten - so wie ich - vom RSC Elkofen, treffen uns im Sommer jeden Samstag um 13:00 Uhr für eine gemeinsame Trainingsfahrt. Jetzt im Winter sind einige Leute mit dem Mountain-Bike unterwegs und treffen sich ebenfalls jeden Samstag für eine gemeinsame Trainingsfahrt. Und mich will man also auch dabei haben. Meine Einwände, daß ich kein geeignetes Material dafür habe, werden einfach unter den Tisch gekehrt. "Unsinn, mit deinem Bike von Bergamont kannst du da locker mitfahren." Ich bin skeptisch. Das alles paßt nicht in mein Trainingskonzept. Ich weiß, wie gefahren wird, nämlich meistens schnell. Ich hingegen will diesen Winter ganz auf Ausdauer und Grundlage setzen, da kann ich das permanente "Herumräubern" nicht gebrauchen. Aber nach einiger Überredungskunst willige ich schließlich ein, am Samstag wieder einmal mitzufahren.
Ich bin nicht im Besitz eines einsatzfähigen Mountain-Bikes. Mein Bianchi ist mittlerweile fast 13 Jahre alt. Es hat keine Klickpedale und die Zahnkränze und Ritzel sind so verschlissen, daß die Kette schon Gefahr läuft, leer duchzurutschen. Also bleibt nur das Bergamont.
Am Samstag um 13:00 Uhr bin ich pünktlich am üblichen Treffpunkt hinter Bennos Fahrradladen. Wir sind zu siebt. Benno, Robert, Thomas und ich, sowie drei Fahrer, die ich nicht kenne. Außer mir haben alle Mountain-Bikes mit 26-Zoll-Rädern und Geländebereifung, vier Mann mit vollgefederten Bikes, zwei Mann mit Hardtails. Und schließlich ich mit meinem Trekking/Cross-Bike, 28-Zoll-Rädern und Semi-Slick-Bereifung.
Wir fahren los. Gleich außerhalb von Grafing, oben am Schönblick, biegt Benno in den Wald ein, wir anderen folgen ihm. Der holprige, unbefestigte Waldweg wird bald zum Trampelpfad, es geht über Wurzeln und durch dornige Brombeerstauden. Als wir eine längere Steigung erreichen, ist der Weg für mich nicht mehr fahrbar. Ich muß absteigen und schieben. Der Rest der Gruppe fährt indes weiter. Ich ärgere mich, fluche über den dreckigen Untergrund, durch den ich schieben muß und über die Brombeerstauden, an denen meine neue Hose hängen bleibt. Am Ende der Steigung angekommen ist von den anderen niemand mehr zu sehen. Also fahre ich alleine weiter, in der Hoffnung, den Rest der Truppe wieder irgendwo zu treffen.
Tatsächlich, einige Kilometer weiter kommen wir meine Sportkameraden wieder entgegen. "Was war denn los? Wir haben auf dich gewartet, aber du bist nicht gekommen." Die Fragerei ärgert mich ein wenig. Es war für jedermann ersichtlich, daß ich mit meinem Material in dem Gelände nicht mitfahren konnte. Man braucht nicht so zu tun, als hätte ich einfach abreißen lassen. Nach einigen Kilometern auf befestigtem Untergrund geht es wieder ins Gelände. Diesmal besteht der Untergrund aus festgefahrenem Schnee. Die Geländereifen der Mountain-Bikes haften darauf prima, aber meine schmalen Semi-Slicks schwimmen unkontrollierbar herum. Mehrmals gerate ich ins Schlingern und kann nur mit viel Geschick einen Sturz verhindern. Zu Thomas, unserem Vereinsvorstand, einem sehr guten Rennradfahrer, sage ich, daß ich umkehren will, weil mir das zu unsicher wird. "Ach, das wird sicher gleich wieder besser. Und so schlimm sind die Bodenverhältnisse doch gar nicht." Wieder lasse ich mich dazu überreden, doch noch mitzufahren.
Und dann passiert es. In einer leichten Rechtskurve rutscht mir auf schneeglattem Untergrund das Vorderrad weg. Ich kann den Sturz nicht mehr verhindern und fliege in den Schnee. Zum Glück kann ich sofort wieder aufstehen. Es tut nichts weh, ich bin nicht verletzt. Aber der hintere Umwerfer der Schaltung hat einiges Abbekommen. Nun endlich sehen auch andere ein, daß es für mich keinen Sinn hat, weiter durch das Gelände zu fahren. Ich hebe mein Bike wieder auf, wünsche dem Rest der Truppe noch eine schöne Fahrt und mache mich auf den Heimweg, ganz vorsichtig natürlich, um nicht noch einmal zu stürzen.
Am Montag muß ich mein Rad in Bennos Laden zur Reparatur bringen. Glück im Unglück, daß ich nicht verletzt bin. Man stelle sich vor, bei dem Sturz wäre ein Knochen gebrochen. Wochelanger Trainingsausfall wäre die Folge gewesen. Und alles nur, wegen einer Fahrt auf ungeeignetem Material durch zu schwieriges Gelände.
Für mich war das eine Lehre. Ich werde mich nicht mehr zu solchen Aktionen überreden lassen. Mein eigentliches Wintertraining beginnt nächste Woche. Fahren werde ich dann nur so, wie ich es für richtig halte. Sollen andere über Trampelpfade fahren, mein Revier ist und bleibt die Straße.
Samstag, 29. November 2008
Freitag, 28. November 2008
mein Trainingsrad für den Winter
Mit diesem Trekking/Cross-Bike trainiere ich im Winter.

In den Monaten Dezember, Januar und Februar bin ich ausschließlich damit unterwegs. Es ist auch sonst mein Fahrrad für den "alltäglichen Gebrauch" wie Besorgungfahrten oder Radtouren mit jenen Freunden, die keine Rennradfahrer sind.
Das komplette Rad stammt von der Firma Bergamont und hat in deren Sortiment den Namen "Deer Hunter".
Hier einige technische Details:
Rahmen: Bergamont B.A.T. Cross 7005 T6
Gabel: RST TR-Free
Schaltgruppe: Shimano XT/Shimano LX
Bremsen: Shimano BR-M430-L
Kurbel: Shimano Hollowtech Octalink
Laufradsatz: Tattoo BGM-19, 36 Loch
Das Rad hat Kombi-Pedale, mit einer flachen Seite für normale Schuhe und einer Seite zum Einklicken.
Ursprünglich hatte das komplette Rad 12,2 kg. Seit letzten Winter fahre ich mit festmontierten Schutzblechen, dadurch ist das Rad noch ein paar Gramm schwerer geworden. Aber bei einem Gefährt für das Wintertraining kommt es nicht so sehr auf das Gewicht an. Hauptsache, es ist robust und zuverlässig. Die festmontierten Schutzbleche werden manchem Ästheten nicht gefallen, aber bei nasser Straße erfüllen sie hervorragend ihren Dienst. Es gibt nichts zweckmäßigeres in dem Bereich.

In den Monaten Dezember, Januar und Februar bin ich ausschließlich damit unterwegs. Es ist auch sonst mein Fahrrad für den "alltäglichen Gebrauch" wie Besorgungfahrten oder Radtouren mit jenen Freunden, die keine Rennradfahrer sind.
Das komplette Rad stammt von der Firma Bergamont und hat in deren Sortiment den Namen "Deer Hunter".
Hier einige technische Details:
Rahmen: Bergamont B.A.T. Cross 7005 T6
Gabel: RST TR-Free
Schaltgruppe: Shimano XT/Shimano LX
Bremsen: Shimano BR-M430-L
Kurbel: Shimano Hollowtech Octalink
Laufradsatz: Tattoo BGM-19, 36 Loch
Das Rad hat Kombi-Pedale, mit einer flachen Seite für normale Schuhe und einer Seite zum Einklicken.
Ursprünglich hatte das komplette Rad 12,2 kg. Seit letzten Winter fahre ich mit festmontierten Schutzblechen, dadurch ist das Rad noch ein paar Gramm schwerer geworden. Aber bei einem Gefährt für das Wintertraining kommt es nicht so sehr auf das Gewicht an. Hauptsache, es ist robust und zuverlässig. Die festmontierten Schutzbleche werden manchem Ästheten nicht gefallen, aber bei nasser Straße erfüllen sie hervorragend ihren Dienst. Es gibt nichts zweckmäßigeres in dem Bereich.
Mittwoch, 26. November 2008
Trainingsauftakt rückt näher
Bald geht es wieder los mit dem Training. Anfang Dezember ist es so weit, dann hat der Müßiggang ein Ende.
Folgendes habe ich mir vorgenommen:
Zwei mal wöchentlich geht es zum Spinning ins Fitness-Studio, vermutlich immer am Dienstag und am Donnerstag. Spinning ist eine schöne Sache, man kann sich in einer Stunde richtig austoben. Zuerst zehn Minuten locker einrollen, dann 40 Minuten Intervalltraining mit Zwischensprints, Fahren im Stehen und kurzen Entspannungphasen und schließlich noch zehn Minuten locker ausrollen. Das ganze mit Musik und ein paar Sportkameraden. Das ist mir viel sympathischer, als sich zu hause alleine auf der Rolle abzumühen.
Am Wochenende wird mindestens an einem Tag im Freien gefahren, sofern es das Wetter irgendwie zuläßt. Temperaturen von 0°C, Nebel, Wind und leichter Schneefall dürfen kein Hindernis sein. Auch Nieselregen bei wenigen Grad über dem Gefrierpunkt darf mich nicht vom Training abhalten. Nur starker Schneefall oder Regen, Sturmwind, gefährlich glatte Straßen und Temperaturen im tiefen Minusbereich sind legitime Gründe für den Ausfall des Trainings auf der Straße, schließlich soll das Training die körperliche Fitness anheben und nicht zu Verletzung oder Krankheit führen.
Wenn ich den Trainingsplan in den Monaten Dezember, Januar und Februar so einhalten kann wie geplant, sollte ich in guter Verfassung in die Saison 2009 starten können. Im März geht es dann ins Trainingslager auf Mallorca.
Jetzt im Winter wird der Grundstein für die kommende Rennsaison gelegt.
Folgendes habe ich mir vorgenommen:
Zwei mal wöchentlich geht es zum Spinning ins Fitness-Studio, vermutlich immer am Dienstag und am Donnerstag. Spinning ist eine schöne Sache, man kann sich in einer Stunde richtig austoben. Zuerst zehn Minuten locker einrollen, dann 40 Minuten Intervalltraining mit Zwischensprints, Fahren im Stehen und kurzen Entspannungphasen und schließlich noch zehn Minuten locker ausrollen. Das ganze mit Musik und ein paar Sportkameraden. Das ist mir viel sympathischer, als sich zu hause alleine auf der Rolle abzumühen.
Am Wochenende wird mindestens an einem Tag im Freien gefahren, sofern es das Wetter irgendwie zuläßt. Temperaturen von 0°C, Nebel, Wind und leichter Schneefall dürfen kein Hindernis sein. Auch Nieselregen bei wenigen Grad über dem Gefrierpunkt darf mich nicht vom Training abhalten. Nur starker Schneefall oder Regen, Sturmwind, gefährlich glatte Straßen und Temperaturen im tiefen Minusbereich sind legitime Gründe für den Ausfall des Trainings auf der Straße, schließlich soll das Training die körperliche Fitness anheben und nicht zu Verletzung oder Krankheit führen.
Wenn ich den Trainingsplan in den Monaten Dezember, Januar und Februar so einhalten kann wie geplant, sollte ich in guter Verfassung in die Saison 2009 starten können. Im März geht es dann ins Trainingslager auf Mallorca.
Jetzt im Winter wird der Grundstein für die kommende Rennsaison gelegt.
Dienstag, 25. November 2008
Bauchmuskeltraining
Noch läuft das Rennradtraining für die Saison 2009 nicht. Der November ist traditionell bei vielen Radsportlern ein Monat für die Erholung. Ganz ohne sportliche Betätigung will ich aber auch nicht sein. Zumindest in kleinem Umfang beginne ich schon, mich auf die kommende Saison vorzubereiten. Was sich jetzt besonders anbietet, ist Training für die Muskeln im Bauchbereich. Früher hätte ich Sit-ups gemacht, aber wie mittlerweile jeder weiß, ist diese Übung zwar effektiv, aber nicht wirklich gesund für die Wirbelsäule. Es gibt jedoch Hilfsmittel, für eine gesunde Variante der altbekannten Sit-ups.
Ich trainiere meine Bauchmuskeln mit diesem tollen Gerät.

Ursprünglich haben meine Eltern dieses Stück gekauft, aber bei ihnen ist es schon seit Jahren nicht mehr in Gebrauch. Also kann ich es für mein Training verwenden. Mehrmals in der Woche mache ich nun Abends für ein paar Minuten Bauchmuskeltraining. Der zeitlich Aufwand hält sich in Grenzen und doch werden die Bauchmuskeln nach und nach zäh und ausdauernd. Und das wird sich auf den langen Fahrten mit dem Rad positiv bemerkbar machen.
Ich trainiere meine Bauchmuskeln mit diesem tollen Gerät.

Ursprünglich haben meine Eltern dieses Stück gekauft, aber bei ihnen ist es schon seit Jahren nicht mehr in Gebrauch. Also kann ich es für mein Training verwenden. Mehrmals in der Woche mache ich nun Abends für ein paar Minuten Bauchmuskeltraining. Der zeitlich Aufwand hält sich in Grenzen und doch werden die Bauchmuskeln nach und nach zäh und ausdauernd. Und das wird sich auf den langen Fahrten mit dem Rad positiv bemerkbar machen.
Montag, 24. November 2008
Gutes für die Atemwege
Es ist leider so, daß ich im Winter, bei tiefen Temperaturen im Freien und trockener Heizungsluft in den Häusern, immer wieder Probleme mit den Atemwegen habe. Vor allem die Nase macht Probleme, da die Schleimhäute immer geschwollen sind. Wenn die Nase aber zu ist und man vermehrt durch den Mund atmen muß, sind die Halsschmerzen schon vorprogrammiert. Also muß man den Nasenschleimhäuten etwas Gutes tun. Ich war heute in der Apotheke. Der jungen Dame, die mich bediente, schilderte ich mein Problem. Und dann fügte ich noch hinzu, daß ich kein Mittel brauche, das die Nase zwar schnell frei bekommt, aber doch nichts anderes macht, als den Schleimhäuten die Flüssigkeit zu entziehen. So etwas bringt gar nichts und macht Schnupfen und Erkältung meistens nur schlimmer, manchmal sogar bis zu chronischen Leiden. Ich weiß wovon ich spreche, denn vor einigen Jahren hatte ich einen Winter, in dem ich von November bis März permanent "herkömmliches" Nasenspray verwendet habe.
Jetzt habe ich in der Apotheke ein Mittel erstanden, das die Nase pflegt, anstatt sie auszutrocknen. Ich hoffe, daß damit meine Atemwege gesund über den Winter kommen. Bald geht es richtig mit dem Training los, dann muß ich so gesund sein, daß ich auch mehrstündige Fahrten mit dem Rad in winterlichen Temperaturen unbeschadet überstehe.
Jetzt habe ich in der Apotheke ein Mittel erstanden, das die Nase pflegt, anstatt sie auszutrocknen. Ich hoffe, daß damit meine Atemwege gesund über den Winter kommen. Bald geht es richtig mit dem Training los, dann muß ich so gesund sein, daß ich auch mehrstündige Fahrten mit dem Rad in winterlichen Temperaturen unbeschadet überstehe.
Sonntag, 23. November 2008
technische Details
Hier ein paar technische Details zum meinem Rennrad:
Rahmen: Cannondale SystemSix
Gabel: Cannondale SystemSix
Schaltgruppe: Shimano Ultegra
Bremsen: Shimano Ultegra
Kurbel: FSA SL-K Carbon
Laufradsatz: Mavic Ksyrium Elite
Rahmen: Cannondale SystemSix
Gabel: Cannondale SystemSix
Schaltgruppe: Shimano Ultegra
Bremsen: Shimano Ultegra
Kurbel: FSA SL-K Carbon
Laufradsatz: Mavic Ksyrium Elite
Freitag, 21. November 2008
Radsport
Guten Tag allerseits. Hier geht es um den Rennradsport und den Radsportler. In erster Linie geht es um mich und um mein Leben als Radsportler. Wobei man sich nicht vorstellen darf, daß ich ein zweiter Jan Ullrich, Erik Zabel oder gar Lance Armstrong bin. Als Lizenzfahrer der Kategorie "Elite C" gehöre ich zu einer relativ niedrig angeordneten Spezies der Rennradfahrer.
Nichtsdestotrotz habe ich den Ehrgeiz, das Beste aus mir und meinen Fähigkeiten zu machen. Jeder Platz, den man sich im Vergleich zum letzten Rennen verbessert, ist ein kleiner sportlicher Sieg.
Ich habe natürlich noch andere Interessen als das Rennradfahren. Aber für diese Dinge habe ich hier keinen Platz vorgesehen. Hier dreht sich alles um das Rennrad und um alle Kuriositäten, die in diesem Umfeld geschehen.
Nichtsdestotrotz habe ich den Ehrgeiz, das Beste aus mir und meinen Fähigkeiten zu machen. Jeder Platz, den man sich im Vergleich zum letzten Rennen verbessert, ist ein kleiner sportlicher Sieg.
Ich habe natürlich noch andere Interessen als das Rennradfahren. Aber für diese Dinge habe ich hier keinen Platz vorgesehen. Hier dreht sich alles um das Rennrad und um alle Kuriositäten, die in diesem Umfeld geschehen.
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