Heute Nachmittag hatte ich frei. Nachdem es im alten Jahr im Büro noch viel zu tun gab, haben sich einige Überstunden angesammelt. Also habe ich einen Teil davon heute wieder abgebaut und bin Mittags heim gefahren. Eigentlich wollte ich wieder zum Schlittschuhlaufen an den Steinsee, aber das Wetter war wolkig und wenig einladend. Ein Blick in die nahen Berge verhieß besseres Wetter. Also war ich um 13:05 Uhr schon wieder unterwegs in Richtung Berge. Meinen Bruder, der als Steinmetz zur Zeit saisonbedingt arbeitslos ist, habe ich auch noch mitgenommen. Ich fuhr nach Birkenstein, von dort gingen wir auf den Breitenstein.
Die Forststraße, die durchaus recht Steil bergan führt, war stellenweise schneebedeckt, stellenweise auch frei. Nach ca. 40 Minuten waren wir schon an der Kesselalm. Die letzten Meter vom unteren Maschinenhäuschen des Materiallifts bis hinauf zum Gipfel waren eine rutschige Angelegenheit. Der schmale Weg war schneebedeckt, an manchen Stellen war die Oberfläche des Schnees vereist und spiegelglatt. So etwas konnte uns natürlich nicht erschüttern und so erreichten wir schließlich um 15:15 Uhr den Gipfel. Das war allerdings dann schon eine stolze Leistung. Um 13:58 verließen wir den Parkplatz in Birkenstein auf 853 Meter Höhe, um 15:15 Uhr waren wir auf dem Gipfel, der 1622 Meter hoch ist. Das ergibt eine Aufstiegszeit von 1 Stunde und 17 Minuten für 769 Höhenmeter. Keine schlechte Leistung, vor allem wenn man die eisigen Wegverhältnisse bedenkt.
Oben war es herrlich. Wir hatten den Berg für uns ganz allein. Auf der Hubertushütte, etwas unterhalb des Gipfels, haben wir eine kleine Brotzeit gemacht. Ganz oben auf dem Gipfel war es zu kalt für einen längeren Aufenthalt. Während wir so da saßen und die Bergwelt bewunderten, entdeckte ich eine Gemse etwas oberhalb der Hütte, kurz unter dem Gipfel. Eine zweite kam hinzu und bald noch eine dritte. Es war ein kleines Gemsenrudel, das sich etwas oberhalb von uns aufhielt. Was für ein schönes Erlebnis!
Es war ein wunderschöner Nachmittag, mitten unter der Woche, an einem ganz normalen Mittwoch. Eigentlich sollte man so etwas öfters machen, sich unter der Woche einmal einen halben Tag frei nehmen, um sich in der Natur zu betätigen und etwas für die Fitness zu tun. Es ist einfach gut, wenn man Sport und Natur so angenehm verbinden kann.
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1 Kommentar:
"Eigentlich sollte man so etwas öfters machen, sich unter der Woche einmal einen halben Tag frei nehmen, um sich in der Natur zu betätigen und etwas für die Fitness zu tun."
Das unterschreibe ich =)
Klingt echt nach nem tollen Nachmittag.
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